Wespen (Paravespula spec):


Die Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (P. germanica) können im Umfeld des Menschen großen Schaden anrichten. Durch ihre auffallende Warnfärbung werden die Insekten schnell erkannt und panische Reaktionen wegen der gefürchteten Stichreaktionen sind häufig die Folge.


Wespen gehören zu den staatenbildenden Insekten. Die bis 1,5 cm großen Wespen-Arbeiterinnen sind deutlich schwarz-gelb gefärbt (Warnfärbung) und der Körper zwischen Brust und Hinterleib eingeschnürt ("Wespentaillie"). Die Königinnen sind genauso gefärbt, jedoch mit 2 cm Körperlänge deutlich größer als die Arbeiterinnen. Die Wepsenlarven, und -puppen entwickeln sich im Nest und kommen mit dem Menschen nicht in Berührung. Eine Beschreibung entfällt deswegen.


Wespen sind heimische Insekten und ernähren sich von vielen zuckerhaltigen Substraten. Die Larven werden von den Arbeiterinnen mit Beuteinsekten und Fleischstücken aus Kadavern gefüttert.
Wespen besitzen am Körperende einen Stechapparat, mit dem sie Beuteinsekten betäuben und sich gegen Feinde zur Wehr setzen können. Der Stich ist schmerzhaft und sehr gefährlich für Menschen, die unter einer Histamin-Allergie leiden (Histamin ist ein Bestandteil des Wespengiftes).


Wespen werden durch zuckerhaltige Nahrungsmittel, aber auch durch Obst- und andere Abfälle, sowie Exkremente angelockt. In unmittelbarer Umgebung des Menschen und seiner Häuser sollten deshalb anlockende Substanzen vermieden werden.


Die Beseitigung der Nester (= die vollständige Zerstörung eines Wespenvolkes) mit Hilfe chemischer Bekämpfungsmittel sollte durch den sachkundigen Fachmann und nur bei akuter Gefährdung von Menschen vorgenommen werden.



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