Heimchen (acheta domesticus):


Das Heimchen ist mit den Heuschrecken verwandt und hat wie diese zu Sprungbeinen entwickelte Hinterbeine. Das erwachsene Tier ist etwa 2 cm lang, hell graubraun und mit schwarzen Zeichnungen auf Brust und Kopf. Es trägt 2 Paar Flügel. Die hinteren Flügel dienen zum Fliegen. Die Larven (Nymphen) ähneln ihren Eltern im Aussehen.


Seinen Namen erhielt das Heimchen durch sein Verhalten, sich im "Heim" aufzuhalten. Das Insekt ist ein altes wohlbekanntes Haustier und wird in vielen Sagen und Märchen erwähnt.


Heimchen sind sehr häufig in Backstuben, Heizungskellern, Großküchen, Brauereien und anderen warmen Bereichen in der Nähe zu organischen Abfällen oder Lebensmitteln zu finden. Oftmals wurde die Heizung abgeschaltet, da man durch das ständige Zirpen glaubte, sie sei schadhaft.


In unseren Breiten kann das Heimchen nur selten (in den Sommermonaten) im Freien überleben; im Winter hält es sich stets in Häusern auf um die nötige Wärme zu finden. Auf Müllhalden mit viel Gärungswärme ist es das ganze Jahr über zu finden und kann sich außerordentlich vermehren. Heimchen ernähren sich von fast allen organischen Stoffen. Sie bevorzugen aber weiche, abgestorbene Pflanzenreste und können auch von Aas und anderen Insekten leben. Es kann ebenso wie die Schabe Träger von krankmachenden Keimen sein.



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