Verwilderte Haustaube (Columba livia):


Die Stadttaube als verwilderte Haustaube stammt ursprünglich von der Felsentaube (Columba livia) ab, die an zerklüfteten Felswänden mit Höhlen und Vorsprüngen im Gestein lebt.

Die hohen Häuserschluchten in unseren Städten mit ihren Simsen, Vorsprüngen, Nischen T-Trägern und steinigen Gebäudeoberflächen sind dem natürlich Lebensraum sehr ähnlich und werden aus diesem Grund stark frequentiert. In großflächigen Park- und Grünanlagen sowie auf Feldern wird die Stadttaube nicht dauerhaft ansässig, da dort hochgelegene Vorsprünge für die Nistplätze fehlen.
Stadttauben brühten nicht auf Bäumen, sondern bauen ihr Nest auf Mauervorsprüngen, Eisenträgern, in Gebäudenischen und auf Dachböden, die in der Stadt reichlich vorhanden sind.

Die verwilderte Haustaube bringt es auf 8 bis 10 Bruten in nur 12 Monaten, so das etwa 20 Nachkommen im Jahr nur eines Taubenpaares nichts ungewöhnliches sind. Bereits 4 Wochen nach dem schlüpfen, verlassen die Jungtauben das Nest und sind nach etwa 6 Monaten selbst geschlechtsreif.

Der Populationsdruck in den Städten wächst enorm stark an, da hier kaum natürlichen Feinde vorhanden sind.

Welche Schäden verursachen die Stadttauben ?

Eine Taube produziert etwa 2-3 kg. Kot pro Jahr. Da Tauben in den seltensten Fällen alleine auftreten sondern in Schwärmen und wie schon berichtet sich sehr stark vermehren, summiert sich die Kotmenge zu beträchtlichen Mengen.

Öffentliche Gebäude, Denkmäler und unsere Wohnhäuser werden oft so stark verschmutzt, das die Fassaden erheblich beschädigt werden.
Tauben benötigen zur Verdauung täglich größer Mengen Grit ( Sandstein ), so das Mauer- und Putzteile nicht nur durch den Kot, sondern auch durch den Fraß beschädigt werden.
Diese G ebäudeschäden müssen für teueres Geld, auch Steuergelder, wieder instandgesetzt und regelmäßig gereinigt werden.

Von der Lärm- und Geruchbelästigung abgesehen, bestehen ganz klar die gesundheitlichen Gefahren für den Menschen und auch für andere Tiere durch den Krankheitsüberträger Stadttaube.

Diverse Insekten und andere Parasiten wie z.B. Milben, Zecken, Wanzen, Motten, Flöhe, etc. leben in den Taubennestern und dringen hierüber nicht selten in unseren Lebensraum (Wohnungen, Büros, Lager, etc.) ein.

Verwilderte Haustauben stellen eine ernst zu nehmende G efahr für die menschliche Hygiene und Gesundheit dar, wer das noch nicht erkannt oder einsehen will, sollte einmal den direkten Vergleich zwischen der Stadttaube und der Wanderratte wagen - aus unsere Sicht schneidet die Taube keineswegs besser ab, eher schlechter, wie wir meinen.


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