Flöhe (Aphaniptera):


Die wenige Millimeter großen Tiere sind weltweit verbreitet. Es gibt etwa 1100 verschiedene Arten. Der in unseren Wohnungen am häufigsten vorkommende Floh ist der Katzenfloh (etwa 70 Prozent aller Befälle). Auch wenn er Katzenfloh heißt, befallt er genauso gern Hunde oder Menschen. Dieses liegt an der Besonderheit der Flöhe neben einem Hauptwirt einen oder mehrere Nebenwirte zu haben.


Seltener sind dagegen Befälle mit Vogel- und Hundeflöhen. Der Menschenfloh kommt so gut wie gar nicht mehr vor. Die meisten Flöhe gelangen im Fell der Haustiere in die Wohnung. Aber auch aus Vogelnestern in Fensternähe können die Tiere herein krabbeln.


Flöhe sind besonders an ihre Lebensweise angepaßt. Ihr harter bräunlicher Körper ist seitlich abgeflacht und macht es fast unmöglich, sie zu zerdrücken. Der hohe, schlanke Körper ist ausgezeichnet geeignet, sich zwischen Haaren und Federn zu bewegen.


Auffälliges Merkmal der Flöhe sind ihre gut ausgebildeten Sprungbeine. Bei großer Gefahr kann der Floh damit gewaltige Sprünge ausführen. Ein Sprung von 30 cm scheint zwar für uns Menschen nicht soviel zu sein, ist aber etwa das 200fache der Körperlänge des Flohs. Ein Mensch müßte im Vergleich ca. 350 Meter weit springen.


Flöhe fühlen sich in der Nähe ihrer Wirte wohl, in Teppichen und Polstermöbeln, wo sie auch die meiste Zeit verbringen. Nur zum Blutsaugen suchen sie den Menschen auf. Ihr Stich hinterläßt einen kleinen juckenden Einstich. Charakteristisch ist, daß Flohstiche fast immer in Reihen liegen, weil die Flöhe leicht irritiert werden bzw. Probestiche vornehmen.


Jede Flohart ist von einem besonderen Wirt abhängig, kann aber gelegentlich auch von anderen Tieren Blut saugen. Von den etwa 60 bei uns vorkommenden Arten kann fast die Hälfte den Menschen beißen.



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