Mehlmotte (Ephestia kuehniella):


Die Mehlmotte stammt ursprünglich aus den Mittelmeerländern und Indien. In nördlicheren Europa entdeckte man sie zuerst 1877 in einer Ladung amerikanischen Weizens. Heute findet man sie überall dort, wo mit Getreide und Mehl gearbeitet wird. In privaten Haushalten wird sie oft zu einer großen Plage.


Die Falter sind grau gefärbt und tragen drei schmale gezackte Querbänder auf den Vorderflügeln. In Ruhestellung sind Mehlmotten ca. 14 mm lang. Die Raupen sind, je nach Nahrungssubstrat, hellbeige bis grünlich eingefärbt, spärlich behaart und bis 13 mm lang. Die Weibchen legen bis zu 300 Eier einzeln auf das Befallssubstrat. Die Puppe wird etwa 7 mm lang und ist ganz in einem dichten, weißen Seidenkokon eingesponnen.


Die Raupen der Mehlmotte lieben besonders Weizenmehl, gehen aber auch an andere Mehlsorten, Körner und Samen und an Nudeln, sowie an getrocknete Früchte, Kakao, Nüsse und Mandeln. Die Falter nehmen keine Nahrung auf.


Nach dem Schlüpfen aus dem Ei beginnen die kleinen Raupen zu fressen und spinnen dabei einen klebrigen Seidenfaden, der das Mehl zu Zöpfen zusammenklebt. Gleichzeitig wird es durch die Exkremente dunkel gefärbt und erhält einen üblen Geschmack.


In Mühlen und Bäckereien kann das zusammengestoßene Mehl Röhren, Trichter und Siebe verstopfen, so daß die Arbeit unterbrochen werden muß, bis alles gereinigt ist. Ebenso sollte bei Mottenbefall in Lebensmittelbetrieben, in jedem Fall eine Schädlingsbekämpfung erfolgten.



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