Mehlkäfer (Tenebrio molitor):


Der Mehlkäfer ist sehr bekannt, da seine Larven, die Mehlwürmer, als Futter für Käfigtiere verwendet werden. Als Vorratsschädling spielt er keine große Rolle mehr, tritt aber gelegentlich in unseren Häusern auf.


Der Mehlkäfer ist unverkennbar der "große Bruder" des Reismehlkäfers. Mit einer Länge von ca. 20 mm ist er einer der größten Käfer seiner Familie. Er ist schwarz gefärbt und zeigt feine Punktstreifen auf den Flügeldecken. Der Käfer hat wohlausgebildete Flügel und ist in der Dämmerung flugaktiv. Verwechselt wird der Mehlkäfer mit einigen ähnlich aussehenden Laufkäfern. Von denen ist er leicht durch die Anzahl der Fußglieder (Tarsen) zu unterscheiden. Die Füße des Mehlkäfers weisen nur 4, die der Laufkäfer dahingegen 5 Tarsen auf. Die Mehlkäfer-Larve ist gelblich gefärbt, deutlich segmentiert (geringelt) und nicht behaart. Mit ca. 30 mm Länge übertrifft ihre Größe noch deutlich den erwachsenen Käfer.


Der Mehlkäfer kommt in Bäckereien, Mühlen und Getreidespeichern vor. Er lebt von Mehl und Getreide, findet sich aber auch in Vogelnestern, wo er die Nahrungsreste der Vögel frißt. Die meisten Mehlkäfer überwintern als Larven, verwandeln sich im Sommer zu Käfern und sterben im Herbst.


Die Käfer fliegen an warmen Sommerabenden und kommen nicht selten, vom Licht angelockt, durch offenstehende Fenster in Wohnräume. Sie können auch aus Vogelnestern in Wohnhäuser eindringen, da Käfer und Larven weit umherkriechen.



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